Am 11. September war es soweit, wir waren dem südlichsten Punkt der Welt am Meer, leider bei grauem Wetter. Es bahnte sich Regen an und da es extrem schwer ist, bei Regen zu frühstücken und die Betty im Innenraum nicht genug Platz hergibt, haben wir uns mal ein Frühstück im Fortrose Café and Restaurant gegönnt.
Dort haben wir gechillt und geplant, was die nächsten Tage so ansteht. Wir entschlossen uns, dass wir noch zu einem Wasserfall laufen wollten, das Wetter war zwar regnerisch, aber für diese Wanderung trotzdem perfekt. Es herrschten Regenwaldgefühle, überall kam Wasser entlang, und alles war so grün.

Dann ging es noch zur Rere Kohu (Spouting Cave). Das ist der südlichste Punkt Neuseelands, von hier aus sind es 4500 km zum Südpol. Vorbe iging an einer super coolen Beach-Aussicht zu einem Campingplatz, der uns ein Dach zum Essen bot. Das war auch dringend notwendig, da wir schon wieder wahnsinnigen Hunger hatten.

Am 11. September ging es weiter Richtung Nugget Point, eines der Wahrzeichen und südlichsten Punkte. Wir kamen noch am Abend an, leider wurde uns durch einen Berg das Licht genommen, so dass die Sonne hinter uns verschwand und wir entschieden uns, den wunderschönen Leuchtturm bei Sonnenaufgang zu besichtigen. Also hieß es, zeitig aufstehen. Neben dem Restaurant/Bar war ein kleiner Platz, auf dem man stehen durfte und dort haben wir die Nacht verbracht.
Am nächsten Morgen ging es um 6:00 Uhr los. Unser Zelt ließen wir erst mal stehen, das wollten wir dann später abholen. Der Nugget Point war atemberaubend.

Und dann setzte krasser Regen ein. Alles war komplett durchgenässt, sogar eine Zeltstange hatte sich verbogen, das Zelt war voll gelaufen und die Matratze Klitsche nass.

Wir entschlossen uns, erst mal vor der Bibliothek zu frühstücken, heute gab es Speck, Eier, Avocado Toast (ein kleiner Trost muss schließlich sein).
Danach haben wir in der Bibo gechillt, Rob war joggen und hat dann im Restaurant geduscht. Letzten Endes mussten wir dennoch versuchen, das Zelt irgendwie abzubauen. Der Schlafsack war klitschnass. Im Restaurant nebenan konnten wir umsonst den Trockner nutzen und alles trocknen. Wir haben inzwischen im Restaurant Burger und Steaks gegessen.
Nun war also das Zelt kaputt und wir mussten überlegen, wo Rob jetzt schläft. Außerdem hatte die Luftmatratze schon nach der zweiten Nacht in kleines Loch und ließ im Laufe der Nacht die ganze Luft ab. Also haben wir uns entschieden, nach Dunedin zu fahren und dort ein Hostel zu suchen.