07 zum Sonnenaufgang auf den Roys Peak, zur Belohnung in die Sauna

So, nun war es aber wirklich an der Zeit, endlich den Sonnenaufgang auf dem Roys Peak zu bewundern. Im Restaurant hatten wir schon einen Standort rausgesucht und wollten direkt an der Straße zum Roys Peak auf einem Parkplatz übernachten, an dem dann die eigentliche Wanderung startet. Vier Mal hatten wir aber einfach Pech, da die Zufahrten gesperrt waren: Bauern hatten Zäune gespannt, was auf Google Maps nicht wirklich zu erkennen war. Letzten Endes blieb es also dabei, dass wir Betty einfach auf dem Parkplatz direkt vor dem Roys Peak abstellten. Dabei hatten wir eigentlich ein ungutes Gefühl, da es ja offensichtlich ist, dass dort Camper schlafen, um am Morgen bei Dunkelheit den Berg zu bezwingen. Und man darf halt nicht einfach überall „rumstehen“. Wir sind dann gegen 22:00 Uhr schlafen gegangen, den Wecker stellten wir auf 3:30 Uhr.

Noch während wir im Bett lagen, hörten wir, wie andere Fahrzeuge auf den Parkplatz fuhren. Wir dachten schon, wir hätten den Wecker überhört. Aber pünktlich 3:30 Uhr ertönt das Signal zum Aufstehen und wie geplant ging es um 4:15 Uhr los. Vorher gab es noch Käffchen und Joghurt.

Beim Aufstieg hatten wir einen Affenzahn drauf und überholten einige von denen, die uns vorher auf dem Parkplatz geweckt hatten.

Der Weg ging teilweise recht steil berauf, da kamen wir gut ins Schwitzen, trotz der Kälte. Immerhin muss man bis zum Gipfel satteb 1.228 Höhenmeter überwinden. Wir hatten Toast dabei, Wasser, Obst und natürlich unsere Stirnlampe, da es noch immer dunkel war. Warm eingemummelt ging es los. Robin hat keine Mütze dabei, zum Glück hatte ich noch ein Tuch mit, was ich ihm perfekt über den Kopf wickeln konnte.

 

Der Sonnenaufgang war krass! Mit unserer App konnten wir sechs Planeten aufspüren. Die Venus war am hellsten, Saturn war hell, Merkur war zu sehen, der Mond natürlich und auch Neptun. Und was für eine Milchstraße es zu sehen gab!

Dann wurde es langsam hell.

Wir sind also zur perfekten Zeit oben gewesen, hatten zuvor noch überlegt, ob wir bis ganz auf die Spitze gehen sollten, was noch circa 20 Minuten länger gedauert hätte. Letzten Endes haben wir uns dagegen entschieden und sind an der Aussichtsstelle geblieben und haben dort gewartet. Auf der linken Seite der Berg und der Mond. Auf der rechten Seite der See, der orange leuchtete, dahinter die Berge und in der Mitte der Fjord ins Hinterland.

Dann ging die Sonne auf, und es war so atemberaubend, wir haben viele Fotos gemacht, genauso wie die anderen, die mit uns oben waren.

Und dann gab’s erst mal unsere tägliche Portion Liegestütze sowie jeden Tag, 100 war unser Ziel an dem Tag.

Wir haben so lange gewartet, bis die Sonne richtig aufgegangen war, haben noch gegessen und getrunken, Panoramabilder gemacht. Und natürlich durften auch „Tank-Top-Bilder“ nicht fehlen, wofür wir von den anderen belächelt wurden. :-D).

Danach begann der Abstieg, das war ziemlich kräfteraubend und teilweise richtig weh, da die Sonne schien, wurde uns schnell warm.

Danach fuhren wir zurück an den See, wo wir am Tag zuvor bereits gewesen waren, und sind hinein gesprungen, huhhhh: es waren circa 9 °C. Man musste also ganz schön beißen.

Wir entspannten uns und warteten darauf, gegen 15:00 Uhr die zuvor gebuchte Sauna zu besuchen. Dahin sind wir dann noch circa 20 Minuten gefahren und es war so genial dort. Bis zum Beginn der Sauna waren wir dann schon 12,5 Stunden wach, haben an dem Tag also alles rausgeholt, was geht. Super cool.

 

Der Blick aus der Secret Sauna Wanaka: der Hammer. So etwas Schönes habe ich auf diesem Gebiet noch nie gemacht. Es war auch total lustig mit den anderen. Gemeinsam mit uns war eine Männergruppe dort, die den Ausflug von ihren Frauen zum Vatertag geschenkt bekommen haben, der in Neuseeland und Australien am ersten Sonntag im September gefeiert wird. Wir waren dann noch drei Mal im See, nämlich nach jedem Saunagang: also waren wir an diesem Tag vier Mal im Wasser bei 9 °C. Wir haben uns dann auch gleich wieder gewaschen, natürlich mit Outdoorshampoo.