16 Wir trotzen dem Wetter im Aspring Nationalpark

Weiter ging es Richtung Wasserfall, dort wollte Rob ein Bad nehmen. Es herrschte allerdings wahnsinnige Strömung, sodass es uns dann doch zu krass war und außerdem wurde Rob dort schlichtweg von den sandflys aufgefressen. Er hatte am ganzen Körper Stiche!

Also doch wieder zurück zum Campingplatz, wo Rob und ich uns erst einmal in der Sauna aufwärmten.

Die Dämmerung brach langsam herein. In der Sauna haben wir zwei Profi-Snowboarder getroffen, die traveln von Piste zu Piste. Wir haben lange übers Snowboarden gequatscht. Insgesamt waren acht Leute in der Sauna und es war total lustig. Nach jedem Aufguss sind wir runter in den See zum Abkühlen.

Im Vergleich zum letzten Mal hatte der See ca. 20 cm mehr Wasser. Durch die Dunkelheit war der Marsch über die großen Steine runter zum See leider sehr mühselig. Rob hats erwischt, er ist ausgerutscht hat kurz die Sterne (im wahrsten Sinne) gesehen. Der See war eiskalt, es hat richtig gebrannt. Danach haben wir gemeinsam mit Flo die bereits gekochte Bolognese zum Abend verspeist.

Und weil es beim Filmschauen mal wieder etwas länger wurde, haben wir am nächsten Morgen (18. September) erst einmal richtig ausgeschlafen.

Damit ich mir die Kosten für einen Friseur spare, wird das einfach selbst erledigt. Rob hat mir also mal wieder eine anständige Frisur verpasst.

Danach ging es zum Lake Hawea. Der liegt in einem riesigen Tal. Es ist ein ehemaliger Gletschersee, befindet sich in der Region Otago und wird heute zur Stromgewinnung genutzt. Das Wetter spielte leider mal wieder nicht wirklich mit, es herrschte Sturm mit Windböen von mindestens 50 km/h. Also haben wir kurzerhand entschlossen, zu den Blue Lagoons im Mount-Aspring-Nationalpark weiterzufahren. Wir hatten gelesen, dass ein toller Spaziergang zu den wunderschönen Blue Pools führt. Der Rundweg ist nur 1,5 Kilometer lang und führt durch einheimischen Wald und über eine Hängebrücke zu einer spektakulären Aussichtsplattform über die fantastischen, glasklaren Blue Pools an der Mündung des Blue Rivers. Dort hatten wir aber Pech, die Brücke war geschlossen, sodass wir das blaue Wasser nur von weitem erahnen konnten.